Bodenbearbeitung

Die Art der Bodenbearbeitung hat einen direkten Einfluss auf den Boden- und Gewässerschutz. Mithin lässt sich die Erosions- neigung eines Ackerstandorts und die Höhe der Mineralisation von Stickstoff beeinflussen.
- Die vorhandenen
  Ernterückstände
der Vorfrucht
  und/oder
Zwischenfrucht-
  bestände werden
oberflächen-
  nah in den Boden
eingearbeitet
  oder verbleiben als
Mulchschicht auf der Bodenoberfläche. Ziel ist eine
  möglichst
ganzjährige Bodenbedeckung über einem intakten Bodengefüge als
  vorbeugender Schutz des Bodens gegen Wasser- und Winderosion,
  Verschlämmung und Verkrustung.

- Durch eine reduzierte Bodenbearbeitung nach der Ernte der Hauptfrucht
  werden die Mineralisierungsbedingungen
nicht unnötig unterstützt.
  Die herbstliche Anreicherung von Nitrat wird
dadurch gebremst!

- Die Bearbeitungsintensität wird reduziert und der Boden nur noch bei Bedarf mit
  nicht wendenden
Geräten gelockert. Ziel ist es, ein stabiles, gut befahrbares
  Bodengefüge mit hoher
Tragkraft, besserer Regenwasserinfiltration und
  besserem „Durchhaltevermögen“ in Trockenperioden
zu erzielen.

Abzuwarten bleibt, ob im Maßnahmenraum ab 2015 infolge des Greening und HALM-Programms vermehrt Leguminosen angebaut werden. Vor allem nach Leguminosen ist eine reduzierte Bodenbearbeitung von Bedeutung, um die Mineralisation des gebundenen Stickstoffs so gering wie möglich zu halten. Ziel muss sein, dass der durch Leguminosen fixierte Stickstoff über Winter möglichst nicht verlagert wird und der Folgekultur zur Verfügung steht. Denkbar ist hier ein dem Raps-Nachernte-Management ähnliches Leguminosen-Nachernte-Management. Dies bedeutet, dass die Bodenbearbeitung nach der Ernte verzögert wird und erst kurz vor der Saat der Folgekultur stattfindet.

Hier erhalten Sie weitere Infos zum Nacherntemanagement nach Mais

Hier erhalten Sie allgemeine Infos zum Nacherntemanagement

Aktuelles

31.08.2021

Bis zum 01.10.2021 können noch HALM-Maßnahmen für das kommende Jahr beantrag werden. Weitere Infos zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie in diesem Rundschreiben oder auf 

https://umwelt.hessen.de/

---------------

19.08.2021

Infos zur Herbstdüngung: Die Düngeverordnung schreibt vor, dass der verfügbare Stickstoff aus der Herbstdüngung zu Winterraps und Wintergerste im Frühjahr anzurechnen ist. Das reduziert die mögliche N-Düngung im Frühjahr. Während dies für die Rapsdüngung unerheblich ist, weil er den Stickstoff im Herbst gut verwertet, kann es bei Wintergerste knapp werden. Denn der Stickstoff geht hier über Winter durch Verlagerung meist verloren und steht der Gerste real nicht zur Verfügung. Zu Wintergerste sollte vor dem Frühjahr also keine Gülle ausgebracht werden. Damit werden nicht nur unsere Gewässer vor Nitratverun-reinigungen geschützt, sondern Sie erhalten sich mehr Spielraum bei der Frühjahrsdüngung.

---------------

22.07.2021

Zwischenfrüchte sollten möglichst schnell nach der Ernte ausgesät werden. Dann entfalten sie ihre positive Wirkungen bezüglich Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffspeicherung und Erosionsschutz am besten. Weitere Infos finden Sie im aktuellen Rundschreiben zum Zwischenfruchtanbau.

--------------

09.06.2021

Thema: Erosionsschutz im Maisanbau

>>> zum Video

--------------

07.06.2021

Im Maßnahmenraum wurden Demonstrations-versuche zur stabilisierten N-Düngung angelegt. Weitere Infos finden Sie in diesen Video.

---------------

03.05.2021

Hier finden Sie ein Video zum Einsatz von Nitrifikationshemmern

>>> zum Video

---------------

26.04.2021

Hier finden Sie aktuelle Informationen zur Maisdüngung.

---------------

12.04.2021

Die aktuelle Düngeverordnung fordert die Dokumentation der Düngemaßnahmen sowie die Zusammenfassung der N- und P-Düngemengen des Vorjahres zum 31.03. Das LLH hat eine Excel-Dokumentationshilfe veröffentlicht, die sich v.a. für kleinere Betriebe eignet. Sie können die Excel-Datei hier herunterladen. Für größere Betriebe ist einer Ackerschlagkartei zu empfehlen, die es erlaubt, Düngemaßnahmen für mehrere Schläge gleichzeitig einzugeben.

---------------

26.03.2021

Hier finden Sie Hinweise zum Frühjahrs-Nmin 2021 und zur Düngung und Düngeempfehlung.

---------------

24.02.2021

Vor allem Winterraps ist auf eine ausreichende Stickstoffversorgung zu Vegetationsbeginn angewiesen. Aufgrund der dicken Schneedecke konnten die Nmin-Proben nicht rechtzeitig gezogen werden. Greifen Sie bis zur Veröffentlichung der aktuellen Nmin-Werte auf langjährige Mittelwerte zurück, denn jetzt sollte mit einem schwefelhaltigen Dünger angedüngt werden, wenn die Böden genügend tragen. Der tatsächliche Nmin ist dann bei der 2. Gabe zu berücksichtigen.

Für die Rapsdüngung gilt: In schwach entwickelten Rapsbeständen ist eine startbetone N-Düngung angebracht, um die Regeneration des Blattapparates zu fördern (Aufteilung 70:30). In üppigen Rapsbeständen, in denen die Pflanzen 10 bis 12 Blätter aufweisen, ist die zweite N-Gabe stärker zu betonen, um den Blattapparat nicht zu überziehen, worunter die Verzweigung des Rapses leiden kann (Aufteilung 40:60). In normal entwickelten Beständen wird pro Gabe jeweils die Hälfte des N-Bedarf gegeben.

Im Herbst gut entwickelte Rapsbestände haben vor der Vegetationsruhe etwa 60-70 kg N/ha aufgenommen. Dort sollte die gesamte N-Düngung um 10 bis 15 kg N/ha reduziert werden.

---------------

10.02.2021

Hier können Sie einsehen, ob Ihre Flächen in einem mit Nitrat belasteten Gebiet oder in einem eutrophierten Gebiet liegen:

Nitrat: 

https://www.geoportal.
hessen.de/map?WMC=3430

Phosphat (eutrophierte Gebiete): 

https://www.geoportal.
hessen.de/map?WMC=3431

Achtung: Die Browser Chrome und Edge blockieren unsichere Inhalte auf zahlreichen Seiten. Dadurch werden die Karten unvollständig dargestellt. Damit die Kulissen erscheinen, müssen Sie der Webseite erlauben, unsichere Inhalte anzuzeigen (auf das Schloss-Symbol links neben der Adressleiste klicken und Webseitberechtigungen auswählen. Dort Unsichere Inhalte auf Zulassen schalten).

-----------------

08.02.2021

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zur neuen Düngeverordnung und der Hessischen AusführungsVO zur Düngeverordnung (mit Nitrat belastete und eutrophierte Gebiete [Phosphor]).

-----------------

19.01.2021

Hier finden Sie die Nmin-Werte des vergangenen Herbstes.

-----------------

27.10.2020

Beachten Sie die Sperr-fristen für Düngemittel mit wesentlichem N-Gehalt (mehr als 1,5 % N in der Trockenmasse). Auf Ackerland darf bis zum 31.01. keine Gülle ausgebracht werden. Für Grünland gilt das Verbot vom 01.11. bis 31.01. Festmist von Huf- und Klauentieren darf zwischen 15.12. und 15.01. nicht ausgebracht werden. Nach Ende der Sperrfristen ist darauf zu achten, dass Düngemittel dann ausgebracht werden, wenn keine Gefahr besteht, dass sie abgeschwemmt werden und womöglich in Gewässer gelangen.

-----------------

07.10.2020

Ein gutes Mais-Nachernte-Management hat großen Einfluss auf die ungewünschte Stickstoffmineralisation im Herbst. Gleichzeitig muss dem steigenden Pathogendruck entgegengewirkt werden. Hier erhalten Sie weitere Infos.