Nitrachek-Gerät

Gewinnung des Presssaftes


Hydro-N-Tester



Nitrachek
: Bei der Nitrachek-Methode wird die Nitratkonzentration im Pflanzenpresssaft durch die Kombination von Indikatorstreifen und einem Reflektometer-Messgerät durchgeführt. Dazu wird Pflanzenpresssaft, von jeweils 30 Pflanzen aus einem repräsentativen Teil eines Schlages, aus den Abschnitten der Sprossbasis gewonnen. Die Beprobung findet morgens statt und die Analysen werden unmittelbar vor Ort oder direkt im Anschluss an die Probennahme durchgeführt. Die Pflanzenteile werden gepresst und der Presssaft aufgefangen. Die Konzentration von Nitrat im Pflanzenpresssaft gibt Auskunft über den Versorgungszustand der Pflanzen und einen eventuellen Düngebedarf. Während der Hauptentwicklungsphase der Kulturen kann die Nitrachek-Messung jeweils kurz vor den geplanten Düngeterminen durchgeführt werden.


YARA N-Tester®: Mit dem YARA N-Tester® kann die Ermittlung des Stickstoffbedarfs ihrer Pflanzen direkt auf dem Feld durchgeführt werden. Die Bestimmung des Stickstoffbedarfs der Pflanzen erfolgt über die Intensität der Blattfärbung, wobei sortenspezifische Unterschiede über Korrekturzu- und abschläge berücksichtigt werden. Es ist zu beachten, dass die Düngeempfehlungen nur für die Entwicklungsstadien BBCH 30-32 (Schossen) und BBCH 37-51 (Erscheinen des Fahnenblattes bis Beginn Ährenschieben) gelten. Die Messung sollte in der Mitte der Blattspreite des jüngsten, voll entwickelten Blattes erfolgen. Insgesamt müssen 30 Messungen an repräsentativ über den Schlag verteilten Pflanzen durchgeführt werden, um einen Messwert zur Ermittlung der Düngeempfehlung zu erhalten.

Die aus den oben beschriebenen Methoden gewonnenen Daten werden zur Unterstützung der Stickstoffdüngeplanung hinzugezogen. Neben dem gemessenen Versorgungszustand der Pflanzen müssen noch andere Faktoren wie die Witterung, der Versorgungsgrad anderer Nährstoffe oder das Mineralisationspotenzial des Standorts mit in die Überlegungen einfließen. Gemeinsam mit den individuellen Erfahrungen des Landwirtes erstellen wir dann eine Düngeempfehlung.

Aktuelles

31.08.2021

Bis zum 01.10.2021 können noch HALM-Maßnahmen für das kommende Jahr beantrag werden. Weitere Infos zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie in diesem Rundschreiben oder auf 

https://umwelt.hessen.de/

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19.08.2021

Infos zur Herbstdüngung: Die Düngeverordnung schreibt vor, dass der verfügbare Stickstoff aus der Herbstdüngung zu Winterraps und Wintergerste im Frühjahr anzurechnen ist. Das reduziert die mögliche N-Düngung im Frühjahr. Während dies für die Rapsdüngung unerheblich ist, weil er den Stickstoff im Herbst gut verwertet, kann es bei Wintergerste knapp werden. Denn der Stickstoff geht hier über Winter durch Verlagerung meist verloren und steht der Gerste real nicht zur Verfügung. Zu Wintergerste sollte vor dem Frühjahr also keine Gülle ausgebracht werden. Damit werden nicht nur unsere Gewässer vor Nitratverun-reinigungen geschützt, sondern Sie erhalten sich mehr Spielraum bei der Frühjahrsdüngung.

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22.07.2021

Zwischenfrüchte sollten möglichst schnell nach der Ernte ausgesät werden. Dann entfalten sie ihre positive Wirkungen bezüglich Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffspeicherung und Erosionsschutz am besten. Weitere Infos finden Sie im aktuellen Rundschreiben zum Zwischenfruchtanbau.

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09.06.2021

Thema: Erosionsschutz im Maisanbau

>>> zum Video

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07.06.2021

Im Maßnahmenraum wurden Demonstrations-versuche zur stabilisierten N-Düngung angelegt. Weitere Infos finden Sie in diesen Video.

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03.05.2021

Hier finden Sie ein Video zum Einsatz von Nitrifikationshemmern

>>> zum Video

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26.04.2021

Hier finden Sie aktuelle Informationen zur Maisdüngung.

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12.04.2021

Die aktuelle Düngeverordnung fordert die Dokumentation der Düngemaßnahmen sowie die Zusammenfassung der N- und P-Düngemengen des Vorjahres zum 31.03. Das LLH hat eine Excel-Dokumentationshilfe veröffentlicht, die sich v.a. für kleinere Betriebe eignet. Sie können die Excel-Datei hier herunterladen. Für größere Betriebe ist einer Ackerschlagkartei zu empfehlen, die es erlaubt, Düngemaßnahmen für mehrere Schläge gleichzeitig einzugeben.

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26.03.2021

Hier finden Sie Hinweise zum Frühjahrs-Nmin 2021 und zur Düngung und Düngeempfehlung.

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24.02.2021

Vor allem Winterraps ist auf eine ausreichende Stickstoffversorgung zu Vegetationsbeginn angewiesen. Aufgrund der dicken Schneedecke konnten die Nmin-Proben nicht rechtzeitig gezogen werden. Greifen Sie bis zur Veröffentlichung der aktuellen Nmin-Werte auf langjährige Mittelwerte zurück, denn jetzt sollte mit einem schwefelhaltigen Dünger angedüngt werden, wenn die Böden genügend tragen. Der tatsächliche Nmin ist dann bei der 2. Gabe zu berücksichtigen.

Für die Rapsdüngung gilt: In schwach entwickelten Rapsbeständen ist eine startbetone N-Düngung angebracht, um die Regeneration des Blattapparates zu fördern (Aufteilung 70:30). In üppigen Rapsbeständen, in denen die Pflanzen 10 bis 12 Blätter aufweisen, ist die zweite N-Gabe stärker zu betonen, um den Blattapparat nicht zu überziehen, worunter die Verzweigung des Rapses leiden kann (Aufteilung 40:60). In normal entwickelten Beständen wird pro Gabe jeweils die Hälfte des N-Bedarf gegeben.

Im Herbst gut entwickelte Rapsbestände haben vor der Vegetationsruhe etwa 60-70 kg N/ha aufgenommen. Dort sollte die gesamte N-Düngung um 10 bis 15 kg N/ha reduziert werden.

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10.02.2021

Hier können Sie einsehen, ob Ihre Flächen in einem mit Nitrat belasteten Gebiet oder in einem eutrophierten Gebiet liegen:

Nitrat: 

https://www.geoportal.
hessen.de/map?WMC=3430

Phosphat (eutrophierte Gebiete): 

https://www.geoportal.
hessen.de/map?WMC=3431

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08.02.2021

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zur neuen Düngeverordnung und der Hessischen AusführungsVO zur Düngeverordnung (mit Nitrat belastete und eutrophierte Gebiete [Phosphor]).

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19.01.2021

Hier finden Sie die Nmin-Werte des vergangenen Herbstes.

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27.10.2020

Beachten Sie die Sperr-fristen für Düngemittel mit wesentlichem N-Gehalt (mehr als 1,5 % N in der Trockenmasse). Auf Ackerland darf bis zum 31.01. keine Gülle ausgebracht werden. Für Grünland gilt das Verbot vom 01.11. bis 31.01. Festmist von Huf- und Klauentieren darf zwischen 15.12. und 15.01. nicht ausgebracht werden. Nach Ende der Sperrfristen ist darauf zu achten, dass Düngemittel dann ausgebracht werden, wenn keine Gefahr besteht, dass sie abgeschwemmt werden und womöglich in Gewässer gelangen.

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07.10.2020

Ein gutes Mais-Nachernte-Management hat großen Einfluss auf die ungewünschte Stickstoffmineralisation im Herbst. Gleichzeitig muss dem steigenden Pathogendruck entgegengewirkt werden. Hier erhalten Sie weitere Infos.